EP/NBÜ
EP/NBÜ
EP/NBÜ
Die EP/NBÜ-Systeme der KES GmbH & Co. KG steuern die EP-Funktion über die standardisierten UIC-Steuerleitungen. Darüber hinaus signalisieren sie dem Fahrzeugführer eine gezogene Fahrgastnotbremse (FGN). Über die Notbremsüberbrückungsfunktion (NBÜ) besteht für den Fahrzeugführer die Möglichkeit, die Einleitung einer Zwangsbremsung zu verhindern, wenn dies erforderlich sein sollte. So können ungewollte Nothalte in gefährlichen Streckenabschnitten, wie Brücken oder Tunneln, verhindert werden.
Für die Umsetzung der EP/NBÜ-Funktionalität im Zug haben sich zwei Systeme etabliert:
Gemäß UIC-Merkblatt 541-5 bzw. 541-6
Gemäß System DB (EN 15179 – Anlage F)
Beide Systeme basieren auf einer (Bus-)Topologie, die aus einem Führerstandsgerät auf dem führenden Fahrzeug und einem Wagengerät in jedem gekuppelten Personenwagen besteht. In beiden Systemen werden durch die EP/NBÜ-Steuerung von KES die erweiterten Schutzziele der TSI erfüllt. Alle Geräte des KES EP/NBÜ-Systems sind mit eigenen Diagnosesystemen sowie einer Diagnoseschnittstelle ausgestattet und gemäß den Normen EN 50155 sowie EN 50121-3-2 geprüft.
EP/NBÜ für Triebfahrzeuge und Lokomotiven nach UIC 541 und System DB
Das EP/NBÜ Führerstandsgerät für Triebfahrzeuge und Lokomotiven besteht aus einem modular aufgebauten 19“-Rack mit Einschubkarten, das in der Nähe der Führerkabine installiert wird. Je nach gewähltem Betriebsmodus (gemäß UIC-MB 541 oder System DB) werden auf den entsprechenden UIC-Leitungen gezogene Fahrgastnotbremsen erkannt, dem Zugführer signalisiert und ggf. Überbrückungssignale wieder ausgegeben. Des Weiteren werden anliegende EP-Bremsen und EP-Lösen Signale erkannt und ebenfalls über die entsprechenden UIC-Leitungen ausgegeben. Das Führerstandsgerät von KES kann neben der universellen Verwendbarkeit in beiden EP/NBÜ-Systemen kundenspezifisch angepasst werden, sodass die Kommunikation zum Zugführer und zur Zugsteuerung je nach Anforderung über diskrete Signale, CANopen, Ethernet sowie MVB-Schnittstellen realisiert werden kann.
EP/NBÜ für Personenwagen nach UIC 541 und System DB
Das EP/NBÜ Wagengerät stellt das Gegenstück zum Führerstandsgerät dar und ist in jedem Personenwagen des Zugverbands verbaut. Es erkennt gezogene Fahrgastnotbremsen und meldet diese je nach Betriebsmodus des Führerstandsgeräts (gemäß UIC-MB 541 oder System DB) automatisch über die entsprechenden UIC-Leitungen an den Führerstand. Von dort ausgegebene Überbrückungssignale sowie die Signale EP-Bremsen und EP-Lösen werden vom Wagengerät eingelesen und an die EP-Ventile weitergeleitet.
